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Länderinfo

Nepal ist ein Binnenstaat in Südasien, der im Norden von China und im Osten, Süden und Westen von Indien begrenzt wird. Der offizielle Name Nepals lautet Demokratische Bundesrepublik Nepal. An der Nordgrenze zu China findet sich auch der höchste Berg der Welt, der Mount Everest mit 8.848 m, den die Nepali Sagarmatha nennen.

Amtssprache: Nepali
Hauptstadt: Kathmandu
Fläche: 147 181 km²
Einwohnerzahl: 26,5 Mio
Bevölkerungsdichte: 180 Einw./km²
Währung: Rand
Flagge: Nepal

Geographie

Nepals Landfläche liegt zu großen Teilen im Bereich des Himalaya und neben dem Mount Everest, befinden sich weitere 6 der 10 höchsten Berge dieser Erde auf dem Territorium Nepals. Insgesamt heißt es, dass ca. 40% der Landesfläche über 3000 m liegen.

Das Land und mithin auch sein Klima und vieles mehr wird also von diesem Hochgebirge bestimmt, das mit etwa 70 Millionen Jahren eines der jüngeren Gebirge der Welt darstellt und durch den Aufprall der indischen Kontinentalplatte auf die eurasische emporgefaltet wurde. Die Erosion hat sich tief in die Berge gegraben und die Geomorphologie zeigt fast ausschließlich junge Formen.

Das Land lässt sich grob in drei Hauptlandschaftszonen unterteilen. Das sogenannte Terai bildet den südlichsten Streifen Nepals, wo das Land Anteil an die Ganges Tiefebene und deren Schwemmländer hat. Dieses Gebiet nimmt etwa 14% der Landesfläche ein, bietet aber für fast die Hälfte der Nepalis die Heimstatt. In diesem zumeist flachen Gebiet findet man fruchtbare Böden und ein ganzjährig frostfreies Klima, des Weiteren sind die Bedingungen aufgrund der den Himalaya verlassenden Flüsse für eine Bewässerungslandwirtschaft sehr gut. Hier findet man auch viele Industriebetriebe und ordentliche Infrastruktur. Die zweite landschaftliche Großeinheit bildet das sogenannte Mittelland, das normalerweise bis zu Höhen von 3.000 m reicht. Hier ist das Relief sehr stark ausgeprägt und die Bedingungen des Klimas und der Böden variieren auf kleinstem Raum sehr stark. Aber das Mittelland ist das Altsiedelland der Nepalis und beherbergt auf etwa 30% der Fläche 45% der Bevölkerung. Das Zentrum des Mittellandes stellen traditionell das Kathmandu Tal und das Tal von Pokhara dar. Die dritte Landschaftszone ist die Hochgebirgszone, wobei sich hier alle dauerhaften Siedlungsaktivitäten auf die Talgründe beschränken. Temporäre Sommersiedlungen mit Weidewirtschaft sind auch auf über 5.000 m zu finden. Die sehr unterschiedlichen Temperatur- und Niederschlagsregime, sowie die starke Erosion machen Landwirtschaft hier schwierig, so dass die Forstwirtschaft eine große Bedeutung für die subsistenz-geprägte Bodenbewirtschaftung darstellt.

Gemäß der hier dargestellten Landschaftseinheiten und dem prägenden Relief und der Höhe und der Exposition haben wir auch sehr unterschiedliche Kleinklimata, die aber grob wie folgt zusammengefasst werden können: Im Süden und in niedrigen Höhen vorwiegend Cwa Klimata (Köppen/Geiger), also warm temperiertes Klima mit trockenen Wintern und heißen Sommern, in höheren Lagen Cwb Klimata bis zu einem extrem kontinentalen, wintertrockenen Gebirgsklima (Dwd) und in großen Höhen Frost- oder gar polares Klima (ET).

Bevölkerung

Nepal ist ein Vielvölkerstaat, der auf seinem Gebiet über 100 ethnische Gruppen und 124 verschiedene Sprachen und Dialekte aufweist, wie der letzte nationale Zensus ergab. Deutlich kompliziert wird diese Tatsache dadurch, dass das Kastenwesen große Teile der bestehenden Realität bestimmt oder doch überprägt. So können die Zugehörigkeit zu Kasten oder Ethnien durchaus mit dem Standpunkt des Betrachters wechseln.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich die Volksgruppen in zwei größere Einheiten fassen lassen, nämlich einerseits die indo-arische und die tibeto-birmanische. Viele Volksgruppen entstammen ursprünglich historischen Flüchtlingsbewegungen, bei denen Menschen bestimmter Gruppen im lange unwegbaren Gebiet Nepals sich in Sicherheit brachten. So sind die legendären Sherpa erst um das 16. Jahrhundert aus China eingewandert. Teilweise verliert sich aber auch die Herkunft bestimmter Minoritäten im Dunkel der Geschichte, wie dies bei den Newar oder Tharu der Fall ist. Weitere ethnische Gruppierungen sind Kami, Tamang, Magar, Gurung, Limba oder Rai.

Etwa 80% der Bevölkerung bekennen sich zum Hinduismus, der bis 2006 offizielle Staatsreligion war, bevor das Land den Schritt in den Säkularismus machte. Die restlichen Glaubensgemeinschaften sind Buddhisten (ca. 9%), Muslime (ca. 4%) und animistische Gruppierungen.

Wichtig für Nepal ist immer noch das bestehende Kastenwesen, welches sich parallel zum indischen entwickelte, da im Laufe der Geschichte häufig Vernetzungen stattgefunden haben. Es gab in der Geschichte Nepals viele Zuwanderungsbewegungen, auch von sozial hochstehenden Brahmanen, aus Indien nach Nepal. Komplex macht die Sache, dass nicht nur ein Kastenwesen besteht. So besitzt die Volksgruppe der Newar, die vorwiegend das bevölkerungsreiche Kathmandu-Tal beherrscht, ein eigenes Kastenwesen, das aber weniger stringent umgesetzt wird. Ein weiteres Charakteristikum ist, dass Nepal, trotz enormer Dynamik, immer noch ein weitgehend ländlich geprägtes Staatswesen ist, das im Vergleich zu anderen Nationen einen sehr geringen Verstädterungsgrad aufweist.

Geschichte

Über die frühzeitliche Besiedlung Nepals sind nur wenige Erkenntnisse vorhanden, zumal das große Kathmandu Tal, aufgrund eines blockierten Abflusses lange Zeit von einem großen Gebirgssee dominiert wurde. Erst ein großes Erdbeben sorgte für den geregelten Abfluss und die Möglichkeit, dieses trockengefallene Gebiet anschließend zu besiedeln. Damals entstand aus den Zuwanderern ein Mischvolk, die Newar.

Lange Zeit stand die Region des heutigen Nepal unter dem wechselnden Einfluss der Großmächte Indien und China. Dass zwischen allen diesen Regionen ein intensiver und dauerhafter Austausch stattfand, zeigt die Tatsache, dass nepalesische Handwerker überall in Asien begehrt waren und sogar bestimmte von den Nepalesen entwickelten Baustile bis nach Japan Verbreitung fanden.

Aufgrund der räumlichen und kulturellen Nähe war aber der Einfluss Indiens größer und dauerhafter. Lange Zeiträume unterstand Nepal der Rajputenherrschaft und erst im 14. Jahrhundert wurden die Feudalherren des Kathmandu Tales vereinigt und sie befreiten sich von der indischen Herrschaft. Es wechselten sich Zeiträume der Konsolidierung mit Zeiträumen der Zersplitterung ab und gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Gebiet Nepals gewaltsam zum Königreich Gorkha vereinigt. Diese expansive Strategie des damaligen Königs stand den Interessen der Britischen Ostindischen Kompagnie entgegen und führte letztendlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts zum sogenannten Gurkha Krieg, der 1816 mit der Niederlage Nepals endete. Nepal musste Sikkim und den Terai abtreten, die Anwerbung von Soldaten auf seinem Territorium zulassen und einen britischen Residenten in Nepal zulassen. Mithin war Nepal ein teilautonomer Staat, der faktisch unter britischem Schutz stand.

Bis Ende des Zweiten Weltkrieges stellte Nepal für alle militärischen Unternehmungen substantielle Kontingente an die Briten ab und zwar sowohl für den 1. Weltkrieg, für den Anglo-Afghanischen Krieg und für den 2. Weltkrieg. Dafür erhielt es im Gegenzug einen relativen Freiraum für die Politik im Inneren und einen Schutz nach außen.

Die Wirren Nepals in den Nachkriegsjahren waren bestimmt durch Prozesse hin zu einer konstitutionellen Monarchie mit pluralistischen, demokratisch-partizipativen Elementen und restaurativen, autokratischen Phasen. Aber bis fast zum Ende des 20. Jahrhunderts blieb Nepal ein Staat der einerseits vom König und einer kleinen Schar dominiert wurde und der andererseits fast komplett von Entwicklungshilfe abhängig war. Die ersten demokratischen Wahlen fanden 1991 statt, aber die Entwicklung wurde nicht stabiler. Der 1996 bis 2006 dauernde Bürgerkrieg der maoistisch orientierten Kommunistischen Partei Nepals gegen das Königshaus und gegen das Kastenwesen, sowie die Ermordung des Königs Birendra und der absolutistischen Bestrebungen seines Nachfolgers und Bruders Gyanendra ließen das Land nicht zur Ruhe kommen.

Erst im Jahre 2008 folgte die formale Entmachtung des Königs und Wahlen zu einer verfassungsgebenden Versammlung und der anschließenden Amtsübernahme durch den ersten Präsidenten der Republik Nepal.

Infrastruktur

Die Infrastruktur Nepals ist sehr lückenhaft, was sicherlich auch zum Teil mit der Geographie des Landes zu tun hat. Der einzige internationale Flughafen ist jener von Kathmandu. Es gibt aber innerhalb des Landes 40 Klein- und Kleinstflughäfen, die zum Teil sehr verkürzte Start- und Landebahnen aufweisen. Nepal hat auch nur eine einzige Bahnstrecke, die ganze 59 km lang ist. Auch das Straßennetz ist nicht dicht geknüpft und weist für das gesamte Land nur etwa 10.000 km asphaltierte und etwa 7.000 km nicht asphaltierte Straßen auf. Es gibt nur eine Ost-West Magistrale, die vorwiegend im Terai, also im Vorhimalaya entlangführt, und nur eine einzige Straßenverbindung nach China.

Noch immer sind weiter Bereiche des Landes nur zu Fuß zu erreichen. Zu diesem Zweck ist von der Entwicklungshilfeorganisation der Schweiz ein ganzes Programm von ca. 5000 Hängebrücken installiert worden, um die tiefen Schluchten sicher zu überqueren und die Gehzeiten zwischen einzelnen Tälern zu verkürzen.

Wirtschaft

Entsprechend der vorab gemachten Aussagen zeigt sich auch die Aufteilung der Erwerbstätigen auf die drei Wirtschaftssektoren. Nepal weist noch über zwei Drittel der Beschäftigten im landwirtschaftlichen (Primären) Sektor aus, wobei diese nur etwa 38% des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaften. Etwa 17% der Nepalesen sind im Sekundären Sektor (Industrie) beschäftigt und erwirtschaften dort etwa 22% des BIP. Der Dienstleistungssektor (Tertiärer Sektor), obschon nur für ca. 3% der Beschäftigten verantwortlich, trägt aber zu fast 40% des BIP bei.

Hauptanbauprodukte in der Landwirtschaft sind Reis, der etwa die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche dominiert, daneben noch Kartoffeln, andere Getreidesorten, Mais, Hirse und Hülsenfrüchte. Die steilen oder hohen Lagen im Gebirge werden zumeist für extensive Viehwirtschaft genutzt. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen im Himalaya sind aufgrund von Erosion und Überschwemmung, Abholzung und weiteren anthropogenbedingten Einflüssen teilweise deutlich auf dem Rückzug. Flächenausweitungen sind, wenn überhaupt lediglich im Terai möglich.

Die bereits erwähnte, mangelhafte Infrastruktur hat großen Einfluß auf die unterdurchschnittliche Industrialisierung des Landes. Für den Außenhandel von einiger Bedeutung ist die Herstellung von Teppichen, die via Indien exportiert werden. Ansätze zu einer Textil- und Lederindustrie existieren ebenfalls. Weiterhin von Bedeutung, wenn auch zumeist nur für den Binnenmarkt ist die Nahrungs- und Getränkeindustrie, sowie die holzverarbeitende Industrie.

Es wird einiges an Bodenschätzen im Bereich Nepals vermutet, aber sehr häufig sind die Abbau- und die Transportbedingungen so schlecht, dass sich weder eine Ausbeutung noch eine Exploration lohnen. Lediglich im Bereich Wasserkraft besitzt das Land enorme Ressourcen, die sukkzessive für die Eigenversorgung wie auch für den Energieexport erschlossen werden sollen.

Ein nicht zu unterschätzendes Momentum für die Wirtschaft Nepals sind einerseits die Überweisungen der nepalesischen Gastarbeiter aus ihren Aufenthaltsländern und auch nach wie vor die ausländische Entwicklungshilfe für das Land.

Der einzige Sektor, der einen kontinuierlichen Zuwachs aufweist, ist der Tourismus. So weist das Jahr 2007 etwa 500.000 Touristenankünfte in Nepal aus und bildet eine enorm wichtige Devisenquelle für das Land. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 30% der Deviseneinnahmen aus dem Tourismus stammen. Und Nepal scheint weiterhin stabile Wachstumsraten im Tourismus zu erfahren.

Literatur für die Reise:

Manjushree Thapa: Geheime Wahlen – zählt zu den bekanntesten nepalesischen Schritstellerinnen und bietet tiefe Einblicke in die Zeit des maoistischen Bürgerkrieges.

Steffanie Burow: Im Tal des Schneeleoparden – eine spannende Geschichte um die Tochter eines Althippies und der Suche nach Wahrheit und Vergangenheit.

Samrat Upadhyay: Der Liebesguru – eine zurückhaltend erzählte Dreiecksgeschichte vor dem Hintergrund des Kastenwesens und der ersten demokratischen Revolution in Nepal.

Quellen:

Hinweis:
Dies ist eine Zusammenstellung von Basisinformationen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.