Fernost-Flug-Service

Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
Filter by Categories
Allgemein
Argentinien
Bhutan
Botswana
Chile
China
Ecuador
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Hotels & Unterkünfte
Indien
Kambodscha
Kenia
Kolumbien
Laos
Malawi
Mauritius
Myanmar
Namibia
Nepal
Oman
Panama
Peru
Philippinen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Reisen
Simbabwe
Sri Lanka
Südafika
Tansania
Thailand
Überwintern
Überwintern
Überwintern
Überwintern
Überwintern
Überwintern
Überwintern
Überwintern
Überwintern
Überwintern
Uganda
Uruguay
Venezuela
Vietnam
Zambia
Menü
© Thinkstock487783983

Länderinfo

Vietnam, das offiziell unter „Sozialistische Republik Vietnam“ firmiert, ist ein Staat in Indochina, der sowohl an China, als auch an Laos und Kambodscha grenzt und eine lange Küstenlinie mit dem Südchinesischen Meer aufweist.

Amtssprache: Vietnamesisch
Hauptstadt: Hanoi
Fläche: 331.698 km²
Einwohnerzahl: Ca. 90.000.000
Bevölkerungsdichte: 280 Einwohner/km²
Währung: Dong
Flagge: Vietnam Flagge

Geographie

Vietnam ist ungefähr so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, hat aber mehr Einwohner. Im Norden und im Süden wird das Land von den beiden weiten Flussdeltas des Roten Flusses und des Mekong bestimmt. Der Rest des Landes ist von bergigem Charakter mit vereinzelten Hochflächen. Insgesamt ist die Gestalt Vietnams von seiner sehr großen Nord – Süd Ausdehnung bestimmt, die über 1.650 km aufweist, wohingegen das Land an seiner schmalsten Stelle in Zentralvietnam nur knapp über 50 km misst. Die meisten ethnischen Vietnamesen siedeln in diesen beiden Verebnungsflächen entlang der Flüsse und dort finden sich auch die beiden Metropolen Hanoi im Norden und Saigon im Süden.

Insgesamt können also fünf naturräumliche Großeinheiten unterschieden werden. Ganz im Norden, entlang der Grenze zu China und Laos, hat Vietnam Anteil am Bergland von Yunnan, wo sich auch der höchste Berg des Landes findet, der Fan Si Pan, mit etwas über 3.100 m. Diese Region zeichnet sich als Siedlungsgebiet für viele ethnische Minderheiten aus, die aufgrund der Kleinkammerung der Landschaft dort, in geschlossenen Gebieten Ihre Eigenheiten und Ihre Kultur bewahrt haben, was diese Gegend sehr interessant macht.

Das Delta des Roten Flusses mit seinen fruchtbaren Alluvialböden erstreckt sich von der Gegend um Hanoi bis an den Golf von Tonkin. Auf dieser sehr flachen Landschaftszone steht eindeutig die landwirtschaftliche Nutzung in Vordergrund, es ist aber auch die Keimzelle des alten Vietnam.

Das Annamitische Bergland bestimmt die bergigen und zumeist sehr dünn besiedelten Hinterlandbereiche Mittel- und Südvietnams. Insgesamt ragen die Berge in geringere Höhen im Vergleich zum Norden, aber auch hier besticht die Berglandschaft durch dramatische Szenerien und viele ethnische Minoritäten, die die teils sehr abgelegenen Talschaften besiedeln. Östlich daran anschließend findet sich dann der schmale, annamitische Küstenstreifen, der den vierten landschaftlichen Großraum bildet. Dieser Küstenbereich zwischen den Bergen und dem Südchinesischen Meer ist dicht besiedelt und intensiv genutzt. Die wichtigsten Städte sind Danang, Hue, Quy Nhong, Nha Trang.

Ganz im Süden Vietnams findet sich dann das große Delta des Mekong, eine dichtbesiedelte, sehr intensiv agrarisch genutzte Schwemmlandebene. Die fast 39.000 km² umfassende Fläche beherbergt auch die größte Stadt Vietnams, Saigon. Neben intensiver Landwirtschaft, vor allem Reis, Früchte und Gemüse, wobei das Klima bis zu drei Ernten im Jahr ermöglicht, finden sich auch noch Mangrovensümpfe in diesem Gebiet.

Aufgrund der enormen Entfernung zwischen Nord- und Südvietnam ergeben sich sehr unterschiedliche Klimazonen innerhalb Vietnams. Der Norden besitzt ein, nach Köppen, Cwa Klima, also ein subtropisches, warmgemäßigtes, wintertrockenes Klima, mit ausgeprägten Jahreszeiten, wobei selbst im Winter die Tagestemperatur im Mittel um die 20°C liegt. Zentralvietnam besitzt ein tropisch-monsunales Klima (Am). Die Taifune treten zumeist zwischen Oktober und Januar auf und gehen mit Starkregen und oft auch Überschwemmungen einher. Der Süden weist ein tropisches Klima auf mit einer Trockenzeit, die in den Winter fällt (Aw) und wir haben während des ganzen Jahres hohe Temperaturen.

Der Süden hat also die beste Reisezeit von November bis April, Zentralvietnam von April bis Oktober und der Norden ist eigentlich ganzjährig bereisbar. Dies lässt sich übrigens für ganz Vietnam sagen, wenn man die Tour sorgfältig und kompetent plant. Insgesamt also ein Land, das klimatisch gesehen für Reisen sehr geeignet ist.

Bevölkerung

Die Gesamtbevölkerung von Vietnam kann auf etwa 90 Millionen taxiert werden, wobei sich die einzelnen Quellen hier geringfügig unterscheiden. Insgesamt zeichnet sich die Bevölkerung dadurch aus, dass Sie einen sehr jungen Durchschnitt und ein immer noch starkes Bevölkerungswachstum aufweist.

Neben den etwa 88% ethnischen Vietnamesen weist das Land offiziell weitere 53 Gruppierungen als ethnische Minderheiten aus, wovon die sogenannten „Auslandschinesen“ (vietn.: Hoa) die mit Abstand größte Gruppierung sind. Somit ist Vietnam im Vergleich zu seinen Nachbarn ein ethnisch sehr homogenes Land, auch wenn es sehr viele Minderheiten aufweist. Die Gruppierung der Hoa sind Großteils Nachfahren ethnischen Chinesen, die während der Ming Zeit im 17. Jahrhundert einwanderten. Weitere Volksgruppen sind zum Beispiel die Thai und die Khmer, die besonders ganz im Süden zu finden sind, sowie die Minderheitengruppen die unter der Sammelbezeichnung „Bergvölker“ subsummiert werden. Hierzu gehören zum Beispiel die Zao, Hmong, Tay, Mnong, Cham, Ede, Muong, Sedang und viele andere.

Die einzelnen Völker und Bevölkerungsgruppen unterscheiden sich teils sehr stark bezüglich Ihrer Herkunft, Einwanderungszeitraum, Sprache, Kultur und Traditionen. Gemeinsam ist, dass Sie sowohl räumlich als auch wirtschaftlich zu großen Teilen vom Rest Vietnams abgekoppelt sind und die am meisten von prekären Lebensverhältnissen betroffenen Bevölkerungsgruppen sind. Dennoch, oder gerade deswegen, sind die Traditionen, die Feste und die Trachten ein lebendiger Bestandteil der Selbstdefinition dieser Minderheiten und für den Tourismus eine Attraktion allererster Güte.

Die Religionszugehörigkeit ist, aufgrund der politischen Ausrichtung des Staates Vietnam, nur schwer mit harten Fakten zu versehen, die Statistiken scheinen sich zu widersprechen. Die größte Religionsgemeinschaft ist sicherlich die der Buddhisten, gefolgt vom Katholischen Glauben und der vietnamesischen Besonderheit der Cao Dai Glaubensgemeinschaft. Im Alltag jedoch durchdringen sich Religionen und praktische, asiatische Philosophie wie der Konfuzianismus und der Taoismus, sowie ein Animismus und der Ahnenkult zu einem vielfältigen, undogmatischen Kaleidoskop.

Geschichte

Schon weit zurück im Altertum war Vietnam nachweislich besiedelt und insbesondere die nördlichen Landesteile um Hanoi und die Provinz Hoa Binh weisen frühe Kulturen schon in der Altsteinzeit auf. Auch der Bewässerungsanbau von Reis ist schon seit 3000 v. Chr. nachgewiesen. Mitte des 1. Jahrtausend vor Chr. entstand dann das erste Königreich Viet, das große Teile des heutigen Nordvietnam umfasste und über lange Jahrhunderte im Spannungsfeld chinesischer Einflüsse stand. Im 10. Jahrhundert dann ermöglichte eine Schwächephase Chinas, sich den dortigen Machthabern zu entziehen und eine eigenständige und komplett unabhängige Dynastie zu etablieren.

Vom 13. bis ins 19. Jahrhundert stabilisiert sich das Land als Königreich, wird aber immer wieder von Chinesen, Mongolen und anderen Angreifern herausgefordert, und dehnt seinerseits seine Einflusssphäre sukzessive nach Süden aus. Bereits Ende des 15. Jhd. sickern europäische Missionare ins Land, die das Land aufgrund Ihrer technischen Ausbildung prägen. So entwickelt ein Jesuitenpater die heute noch gebräuchliche, auf lateinischen Buchstaben basierende, vietnamesische Schrift. Eine Epoche von Unruhe und Bürgerkriegen spülte im 18. Jahrhundert den Sproß der Händlerfamilie Nguyen auf den Thron des Landes, und zwar mit massiver französischer Hilfe. Dieser rief sich zum Kaiser Gia Long aus, initiierte viele Infrastrukturprojekte, führte indirekt den Namen Vietnam ein und verlegte die Hauptstadt nach Hue und der Einfluss der Franzosen stieg weiter. Ausschreitungen gegenüber den europäischen Missionaren lieferte den Franzosen den Vorwand für eine direkte Intervention, in deren weiteren Verlauf das Kaiserreich Vietnam Protektorate an Frankreich abgeben musste. Somit war die Kolonialherrschaft Frankreichs spätestens auch Ende des 19. Jhd. faktisch etabliert. Auf dem Lande entstand eine Großgrundbesitzerschicht und der Handel wurde von den Chinesen übernommen, wohingegen die ländliche Bevölkerung zunehmend verarmte. Dies lieferte den Nährboden für, teils in Europa ausgebildete, Freiheitskämpfer wie Ho Chi Minh, der die kommunistische Partei Vietnams vereinigte. Japan, das während des 2. Weltkriegs Vietnam besetzt hatte, musste nach seiner Kapitulation die Gebiete abtreten und so wurde 1945 von Ho Chi Minh die Demokratische Republik Vietnam ausgerufen, die sich jedoch in den Nachwirren des 2. Weltkriegs als instabil erwies. Frankreich versuchte seine Einflusszone wiederzuerlangen, was letztendlich zum Indochinakrieg führte, der zur Teilung des Landes entlang des 17. Breitengrades und zum endgültigen Ende der französischen Kolonialherrschaft in Indochina führte.

Die Südvietnamesische Regierung allerdings versank in Folge in Korruption und Misswirtschaft und lediglich die Unterstützung durch die USA hielt das Regime am Leben. Zwischen 1964 und 1975 ist der Vietnamkrieg zu verorten, wobei sich die USA direkt schon 1973 zurückzogen und es noch zwei weitere Jahre bis zum endgültigen Fall von Saigon dauerte. Der Vietnamkrieg ist ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte, auch wegen des Einsatzes von Napalm und Entlaubungsmitteln, und die Medien spielen erstmals eine entscheidende Rolle bei der Beendigung des Krieges. Im Jahr 1976 dann, nach dem endgültigen Sieg der Vietcong, erfolgte die Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam als Sozialistische Republik Vietnam mit der Hauptstadt Hanoi und die sofortige Umbenennung von Saigon in Ho-Chi-Minh-Stadt. Seither ist Vietnam ein Staat in dem die Einheitspartei die politischen Rahmenbedingungen paternalistisch vorgibt, obschon im Rahmen einer politischen und wirtschaftlichen Liberalisierung, genannt Doi Moi, ab dem Jahre 1986, rapide Veränderungen stattgefunden haben.

Infrastruktur

Hanoi und Ho Chi Minh Stadt (Saigon) haben internationale Flughäfen, welche in den letzten Jahren von immer mehr internationalen Fluglinien angeflogen werden. Auch Danang in Zentralvietnam wird von Singapore aus angesteuert. Auch der innervietnamesische Flugverkehr ist relativ dicht und bietet vielfältige Optionen für die Planung von Reisen.

Vietnam hat aufgrund seiner Landesgestalt auch ein gut zu nutzendes Eisenbahnnetz. Die über 1.700 km lange Eisenbahn-Verbindung von Hanoi mit Saigon kann am Stück in etwa 30 Stunden zurückgelegt werden. Die zumeist dieselbetriebenen Züge weisen derzeit noch keinen europäischen Komfort auf, bieten aber wunderschöne, eindrückliche Reiseerlebnisse an und auf den Nachtzügen gibt es wirklich angenehme Schlafwagenabteile. Von Hanoi aus gibt es auch eine Zugverbindung nach Norden, die nach China weiterführt und so die Verbindung bis Peking herstellen kann.

Das Straßennetz in Vietnam ist ebenfalls nicht mit europäischen Maßstäben zu messen, sind doch viele Straßen in einem schlechten Zustand und sehr viele Straßen noch nicht ausreichend asphaltiert.

Wirtschaft

Vietnam gehört zu jenen Ländern, die sich im Übergang einer Zentralverwaltungswirtschaft zur sozialistischen Marktwirtschaft befinden, was in Vietnam ein enormes Wirtschaftswachstum zur Folge hatte. Seit 2011 stuft die Weltbank Vietnam als Schwellenland ein.

Noch bis vor nicht allzu langer Zeit war Vietnam rein agrarisch geprägt und noch heute sind 65% der erwerbstätigen Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Dieser Sektor trägt aber heute nur noch rund 20% zum Bruttoinlandsprodukt bei. Das wichtigste Agrarprodukt für den Export ist der Kaffee. Vietnam ist der zweitgrößte Kaffeproduzent der Welt, es werden jedoch vorwiegend qualitativ schlechtere Robusta Sorten angebaut. Weitere wichtige Produkte des primären Sektors sind Meeresfrüchte, Fisch und Reis.

Vietnam verfügt sogar über Erdölreserven, jedoch dürfte der Peak schon überschritten sein, und über große Erdgasvorkommen, sowie Vorkommen von Anthrazitkohle, Antimon, Bauxit, Chrom, verschiedene Erze, Zinn und Zink. Auch die potentiellen Wasserkraftressourcen zur Energiegewinnung sind beträchtlich.

Die Industrie war und ist für das rasante wirtschaftliche Wachstum verantwortlich. Der wichtigste Industriezweig ist die Herstellung von Textilien und Schuhen. Bedeutend sind weiterhin die Zementproduktion, die Stahl- sowie die Automobilindustrie. Insgesamt steigt auch der Export von Gütern der Leichtindustrie, sowie Elektro- und Elektronikgeräten. Die Wirtschaft ist zudem durch eine große Disparität zwischen Nordvietnam und dem dynamischen Süden geprägt und insgesamt weist Vietnam eine recht geringe Auslandsverschuldung auf.

Literatur für die Reise:

Tran Nhut: Das schwarze Pulver von Meister Hou: Ein Kriminalfall für Mandarin Tan. Unionsverlag. – Ein schöner Krimi der im Vietnam des 17. Jahrhunderts spielt.

Graham Greene: Der stille Amerikaner. DTV – Ein spannender Roman des Altmeisters, der während der Kolonialzeit spielt.

Marguerite Duras: Der Liebhaber. Suhrkamp. – Der Klassiker der Indochina Literatur Frankreichs, ein Roman voll epischer Wucht und freigeistiger Pikanterie, der schonungslos die gesellschaftlichen Verhältnisse in Frankreich und Indochina offenbart.

Peter Scholl Latour: Der Tod im Reisfeld, Dreißig Jahre Krieg in Indochina. Ullstein. – Eines der kenntnisreichsten Bücher über die Kriege und politischen Wirren in Indochina. Ein politisches Abenteuerbuch und immer noch lesenswert vom umstrittenen Grandseigneur des politischen Journalismus.

Quellen:

Hinweis:
Dies ist eine Zusammenstellung von Basisinformationen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.